Mit dem Herbst verändert sich nicht nur das Licht, sondern auch die Farbwelt, die in der Gestaltung von Kleidung und Wohntextilien eine zentrale Rolle spielt. Die saisonale Palette zeichnet sich durch warme, gedeckte und erdige Töne aus, die sich harmonisch kombinieren lassen und eine ruhige, ausgewogene Wirkung erzeugen.
Zu den klassischen Herbstfarben zählen Rost, Senf, Cognac, Weinrot, Tannengrün, Petrol und verschiedene Brauntöne. Diese Nuancen unterstützen die natürliche Anmutung vieler Materialien wie Cord, Walk, Wolle oder strukturierter Baumwolle. Ergänzend dazu eignen sich neutrale Töne wie Sand, Stein oder Offwhite, die als Basisfarben fungieren und intensivere Akzente ausgleichen.
Bei der Planung von Projekten empfiehlt es sich, mit Farbharmonien zu arbeiten. Analoge Kombinationen – etwa Rost, Terrakotta und Braun – erzeugen ein ruhiges Gesamtbild. Komplementäre oder leicht kontrastierende Farbpaare wie Senf und Petrol setzen dagegen gezielte Schwerpunkte. Für ein ausgewogenes Ergebnis sollten Materialstruktur und Farbton stets gemeinsam betrachtet werden, da Texturen die Farbwahrnehmung beeinflussen.
Eine klare Farbplanung erleichtert nicht nur die Stoffauswahl, sondern auch die Koordination mehrerer Projekte. Wer bewusst Farbgruppen sortiert oder Farbkarten anlegt, behält den Überblick und verhindert Fehlkäufe. Die Arbeit mit saisonalen Paletten schafft ein konsistentes Gesamtbild und unterstützt einen professionellen Workflow.